NÄH-DÖTZCHEN: Der Zuschnitt

Im ersten Näh-Dötzchen-Post ging um es das Zubehör, das ich euch ans Herz legen würde, wenn ihr mit dem Nähen beginnen möchtet. Heute ist das Thema "Zuschnitt" an der Reihe. Noch ein paar Worte vorweg: mir fällt es glaube ich noch ein bisschen schwer, mich in einen Anfänger zu versetzen. Ich tu mein bestes, um alle Fachwörter etc. direkt zu erklären, aber sicher übersehe ich manches. Von daher: Wenn noch Fragen vorhanden sind, scheut euch nicht, sie in den Kommentaren zu stellen! 

Der Zuschnitt also. Egal, wie gut man nähen kann - wenn der Zuschnitt schlecht ist, dann kann auch das Endergebnis nicht gut werden. Ein bisschen wie beim Kochen: schlechte Lebensmittel - schlechtes Gericht. Egal, wie gut die Kochkünste sind. Wenn der Zuschnitt unordentlich ist, macht sich das beim Nähen bemerkbar. Man kann dann natürlich ein bisschen fuschen und schummeln, aber es ist trotzdem in jedem Fall ärgerlich.



Vor dem Zuschnitt sollte der Stoff definitiv gewaschen werden. Denn ansonsten kann das genähte Teil später einlaufen. Deshalb sollte der Stoff auch auf der Temperatur gewaschen werden, wie das Endprodukt in Zukunft. Außerdem ist bügeln wichtig, denn ein glatter Stoff lässt sich natürlich am besten zuschneiden. Trotz bügeln kann der Stoff ein bisschen verzogen sein. Das überprüft man, indem man die Webkanten (der meist etwas dickere Rand links und rechts des Stoffes, wenn man sich eine Stoffrolle vorstellt, siehe nächstes Bild) aufeinanderlegt und schaut, ob alles schön gerade und im rechten Winkel liegt. Ist das nicht der Fall, kann man dem entgegenwirken, indem man die diagonal zueinander liegenden Ecken ein paar mal abwechselnd auseinander zieht. 

Für den Zuschnitt arbeitet man im Idealfall an einem großen Tisch, auf den die gesamte benötigte Stoffmenge passt. Im nicht idealen, aber auch akzeptablen Fall, muss eben der (saubere) Fußboden herhalten. Das tut dem Rücken jenseits des Teenager-Alters nicht soo gut, aber es funktioniert besser, als an einem zu kurzen oder schmalen Tisch, an dem man den Stoff hin- und herrücken muss. 

Der Stoff wird nun also flach auf dem Tisch oder dem Boden ausgebreitet. Im Handwerk zeichnet man normalerweise auf der linken Seite (also der Seite, die später innen liegt) auf, in der Industrie auf der rechten (der "schönen", unter Umständen bedruckten, die man am fertigen Teil außen sieht). Bei unbedruckten Unistoffen, bei der beide Seiten gleich aussehen, kann man die rechte Seite im Normalfall an den Erhebungen der kleinen Einstichlöcher in der Webekante erkennen. Ich persönlich bin es also gewohnt, auf der rechten Seite aufzuzeichnen (daher die Bilder), doch für Anfänger oder generell Leute, die privat und hobbymäßig nähen, eignet sich die linke Seite besser, falls man sich mal verzeichnet. 



Ein Papier-Schnittteil muss man immer entsprechend dem aufgedruckten Fadenlauf auflegen, das heißt, er liegt parallel zu der Webkante. Das ist echt wichtig. Ihr kennt das vielleicht an Hosen, wenn sich die Beine unten an der Wade verdrehen und die Naht plötzlich mitten auf dem Schienbein sitzt. Sowas passiert, wenn nicht auf den korrekten Fadenlauf geachtet wird! Außerdem wird unter Umständen euer Muster schief sein.



Bei manchen Schnitten müssen einzelne Schnittteile "im Bruch" zugeschnitten werden. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn das Teil symmetrisch ist - zum Beispiel ein Rückenteil. Das Schnittteil besteht dann nur aus der Hälfte. Der Stoff wird der Breite nach gefaltet (also von Webkante zu Webkante, je nach Breite des Teils) und das Papier-Schnittteil mit der Kante, an der "Bruch" steht, an die "Faltstelle" im Stoff gelegt. Es gibt auch Schnitte, bei denen der komplette Stoff im Bruch liegt, wenn man zum Beispiel alles doppelt braucht: bei einer Bluse zwei Vorderteile, zwei Ärmel und -manschetten, usw. Diese werden dann natürlich nicht an der Bruchkante, sondern "mitten auf dem Stoff" platziert. A propos mitten im Stoff. Tut euch den Gefallen und arbeitet stoffsparend. Dafür müsst ihr einfach im Vorfeld in bisschen rumprobieren und testen. Das schont nicht nur euren Geldbeutel, sondern auch Ressourcen.

Ihr müsst schauen, ob ihr einen Schnitt habt, in dem schon die Nahtzugaben (der Abstand von Naht zur Stoffkante, im Normalfall 1 cm) integriert sind. Bei Burda-Schnitten ist das meist nicht der Fall, die müssen dann nach dem Auflegen/Feststecken des Stoffes noch angezeichnet werden. Das muss dann berücksichtigt werden, wenn ihr stoffsparend arbeiten möchtet, nachher fehlt euch Stoff, wenn ihr die Teile zu nah aneinander legt.

So, jetzt kommen wir mal ENDLICH - dieser Post ist schon 20mal länger als ich erwartet hatte - zum Aufzeichnen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, jenachdem, wie ihr besser arbeitet und ob schon Nahtzugaben im Papierschnitt sind. Ich persönlich beschwere den Schnitt mit Gewichten, zeichne dann an den Kanten entlang, nehme den Schnitt ab und schneide aus. Man kann aber auch Stecknadeln zum Feststecken nehmen und nachmalen. Oder auch ohne nachmalen direkt ausschneiden, während der Schnitt noch festgesteckt ist. Ich mag das nicht so. Die Gewichte haben den Vorteile, dass man sich wirklich sicher sein kann, dass alles glatt liegt. Wobei man Gewichte und Stecknadeln natürlich auch kombinieren kann. Aber ich komme überhaupt nicht damit klar, ohne Aufzeichnen auszuschneiden, denn für mich ist das zu unsauber und ungenau. Das muss aber jeder selbst wissen. Wenn ihr mit einem Kreidestück arbeitet, sei gesagt: die flache Kante des rechteckigen Stückes wird zum Zeichnen benutzt, NICHT die Ecke. Ich persönlich arbeite lieber mit einem Druck-Kreidestift, wie ich ihn euch auch schon im letzten Post auch gezeigt habe. 



Nachdem ihr alles auf euren Stoff übertragen habt - vergesst keine Knipse, Bohrlöcher und ähnliches - geht es zum Ausschneiden. Ja, es klingt etwas blöd, wenn ich euch nun Tipps zum Ausschneiden gebe, denn ihr werdet euch denken: ich schneide schon seit dem Kindergarten. Aber, wichtig: Stoff und Schere verlieren beim Ausschneiden nicht den "Kontakt" zum Tisch. Mit der unteren Klinge fährt man die gesamte Zeit am Tisch entlang. Das hat ergonomische Gründe, aber verhindert auch Patzer. Beim Schneiden solltet ihr außerdem während einer langen Kante nicht die Klingen komplett vorn zudrücken, bis ihr letztlich zur Ecke gelangt. Dafür wird zu viel Kraft aufgewendet und ihr bekommt schnell solche kleinen Zacken im Stoff. Wenn ihr fertig seid, schneidet ihr noch die Knipse ein, die fürs Nähen wichtige Stellen markieren. Diese sollten nur höchstens 3mm eingeschnitten werden und das auch nur mit der Scherenspitze!



So. Das war jetzt erstmal alles, was mir so zum Thema Zuschnitt eingefallen ist - viel mehr als gedacht. Jetzt möchte ich euch nur noch einen Eintrag zum Zuschnitt von Musterstoffen auf Stich und Faden empfehlen, den ich ganz toll finde. Für die super genauen unter euch!

Ich hoffe, der Eintrag hat euch gefallen! 

BOOKS: Das Schicksal ist ein miester Verräter

Ein Lieblingsbuch ist etwas Intimes. Es sagt viel über einen aus und wenn man die Gedanken darüber mit jemandem teilt oder das Buch verleiht, geht man ein Risiko ein. Das Risiko zu bemerken, dass das Gegenüber doch ganz anders tickt als gedacht. Dass einen nicht die gleichen Zeilen berühren, man nicht bei den selben Stellen weint, dass etwas, was einem so viel bedeutet, den anderen kalt lässt.

Als Josephine mir ihr Lieblingsbuch ausgeliehen hat - wohlgemerkt nicht ihre eigene Ausgabe, denn markierte Textstellen vergrößern eben beschriebenes Risiko ungemein - habe ich mir noch am gleichen Abend die Zeit genommen, es zu lesen. Ich war mir einfach ziemlich sicher, dass meine Wertschätzung dem Buch gegenüber wichtig für sie ist. 

"Ist meine Ausgabe eine andere als deine? Denn ich meine, dass die Stelle, die du markiert hattest, [...] , bei dir auf einer rechten Seite war und bei mir auf einer linken?" 
- "Ich sehe schon, du bist auf jeden Fall würdig genug, das Buch zu lesen."  

Ich hatte es am selben Abend aus. Und nun wollte ich hier über das Buch schreiben. Und plötzlich habe ich mir gedacht: wer könnt es besser als Josephine selbst? Also gehört der Rest des Posts nun ihr.


Mein Dank geht an John Green, der mich mit seinem Buch, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, viele nachdenkliche Stunden und tausende verweinte Taschentücher gekostet hat. Generell lasse ich mich schnell in die Welten der Bücher ziehen, aber noch nie habe ich die Charaktere am Ende so vermisst, dass es mich dazu gebracht hat, das Buch (momentane) sechs Mal zu lesen.

Hazel und Augustus sind eindeutig unter den Top 3 der schönsten Liebespaare, direkt gefolgt von Mr. Darcy und Elizabeth Bennet.
Ohne zu viel vorweg zu greifen, kann ich sagen, dass das Buch von Hazel und Augustus handelt, die sich in einer Krebs-Selbsthilfe-Gruppe kennen lernen. Aus Freundschaft wird, mit der wenigen Zeit, die sie füreinander haben, Liebe. Es gibt tausend Höhen und Tiefen, es gibt Isaac und Monica und Peter van Houten.
Hazel und Augustus sind so normal beschrieben, dass sie meine Nachbarn sein könnten und sind gleichzeitig so einzigartige Charaktere, dass man sich wünscht, man könnte sie kennen lernen. Man könnte dieses Buch sicherlich als „Krebsbuch“ abstempeln, aber tatsächlich ist es so viel mehr. Es behandelt die Krankheit ganz unbeschönigt, es zeigt die Probleme und die „Hässlichkeiten“ auf und beweist gleichzeitig, dass damit umzugehen ist. Eine große Rolle spielt das (leider!) fiktive Buch „Ein Herrschaftliches Leiden“, welches Sätze hervorbringt wie „Schmerz verlangt gespürt zu werden“ und damit wohl einigen aus dem Herzen spricht.
Von Liebe spricht man meist nur bei Erwachsenen, aber Hazel und Augustus schaffen mit ihrer Liebe eine völlig neue Ebene, mit sehr viel Mut, sehr viel Verzweiflung und einem Happy End, welches eigentlich keines sein sollte.

MINIMALISMUS: Wohin mit dem aussortierten Kram?

Ausmisten schön und gut. Nur wohin eigentlich mit dem ganzen Gedöns? 
Ich kann dazu schon mal sagen: es gibt immer irgendeinen Abnehmer. Egal für was. Man braucht nur meist etwas Geduld und darf auch den ein oder anderen Aufwand nicht scheuen. Ich persönlich habe da wahrscheinlich gut reden, denn alles (außer Kleidung), was ich jemals ausgemistet und noch nicht losgeworden bin, lagere ich bei meinen Eltern unter - zu dem Leidwesen meiner Mutter. Ich kann gut verstehen, wenn jemand, der diese Möglichkeit nicht hat, nicht die Geduld aufbringt, ewig auf Gerümpel sitzen zu bleiben und demnach schnell zur Methode "wegwerfen" tendiert. Aber dadurch, dass ich die Möglichkeit habe, ist wegwerfen bei mir die letzte Möglichkeit. Denn wie gesagt: einen Abnehmer gibt es immer.

Das traurige am Ausmisten ist ja, dass der ganze Besitz mal Geld gekostet hat. Von daher wär es natürlich suuuper, wenn man noch ein bisschen dafür bekommen könnte. Die Betonung liegt auf "ein bisschen", denn reich wird man durch seinen Plunder sicher nicht.


Verkaufen

Bevor ihr euch einen Stand auf dem Flohmarkt mietet, würde ich euch empfehlen, es erst übers Internet zu versuchen. Meine Erfahrung sagt nämlich, dass der Verkaufs über Plattformen wie Kleiderkreisel oder Ebay Kleinanzeigen deutlich lukrativer ist, gerade was einst teurere Produkte angeht. Ich persönlich verkaufe bei Kleiderkreisel hauptsächlich - wer hätte es gedacht - Kleidung, aber ich habe auch schon Bücher, Kosmetik, Zeitschriften, DVD's und ähnliches übers Forum dort verkauft. Meine Eltern verkaufen häufig eher große Gegenstände bei Ebay Kleinanzeigen, wie kleinere und größere Möbelstücke oder andere sperrige Teile, die schlecht per Post verschickt werden können. Inzwischen gibt es ja wirklich unendlich viele Plattformen im Internet. Spontan fallen mir beispielsweise Booklooker, Rebuy und Momox ein. Damit habe ich noch keine Erfahrung gemacht und ich habe auch gehört, dass es nicht so rentabel sein soll - aber wie gesagt, reich wird man von dem Verkauf von Gebrauchtgegenständen eh nicht und eigentlich glaube ich auch, dass das quasi "die Moral von der Geschicht" ist: je mehr das Herz blutet, weil einst teuer gekauftes gerad mal für einen Bruchteil weiterverkauft werden kann, desto besser denkt man wahrscheinlich über zukünftige Neuanschaffungen nach. Was ich auch noch super finde, sind diese Flohmarktgruppen bei Facebook - da gibt es sogar für meine Winz-Kleinstadt etliche! 

Auf den Flohmarkt würde ich nur mit "Kleinkram" hingehen, wo das Herz nicht dran hing und der auch nicht unbedingt teuer war. Man kann einfach nicht abstreiten, dass sich auf dem Trödel hauptsächlich Leute tummeln, die am liebsten gar nichts ausgeben würden. Die Erfahrung habe ich beim letzten Mal schmerzlich machen müssen. Nur die wenigsten Menschen denken darüber nach, dass die Sachen den Vorbesitzer auch mal Geld gekostet haben und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich beispielsweise meine 40 Psychologie-Heute-Ausgaben alle zusammen für 20 Euro an einen sehr netten Herrn abgeben konnte, bei dem ich mir sicher war, dass er sie zu schätzen wissen würde. 
Das hört sich jetzt irgendwie negativ an. Dabei darf man auch den Verkauf von Kleinkram nicht unterschätzen - ich habe tatsächlich circa 150 Euro eingenommen und hatte Standgebühren von 27.


Verschenken und Spenden

Bei meinem letzten Entrümplungsmarathon habe ich Sachen ausgemistet, von denen ich mir sehr sicher war, dass sie niemand mehr kaufen würde, weshalb ich sie von Anfang an eher in die Kategorie "verschenken" eingeteilt habe. So habe ich beispielsweise sämtliche Stifte, Radiergummis und ähnliches an meine Neffen weitergegeben und habe auch noch vor, etliche Lippenstifte unter Freundinnen aufzuteilen. 
Dann gibt es natürlich noch Dinge, die man gut spenden kann, entweder an extra dafür bestehende Einrichtungen (Oxfam, Robin Hood, o.ä. das variiert ja von Stadt zu Stadt), oder aber auch an Einrichtungen, an die man erstmal nicht denkt: Tierheime können immer alte Decken oder Laken gebrauchen, Kindergärten freuen sich über Spielsachen, Grundschulen über Schreibutensilien.
Immer noch Sachen übrig? Vor dem Wegwerfen fällt mir da spontan noch die "Zu-verschenken-Kiste" ein, die man an den Straßenrand, Bushaltestellen o.ä. stellt. Ich persönlich fänd es dann aber ganz gut, wenn man ein paar Tage später nochmal nachschaut und die Reste dann im Notfall selbst entsorgt, bevor sie in der Gegend rumliegen. Ach, und für Bücher gibt es in manchen Städten auch extra Schränke oder umfunktionierte Telefonzellen!


Das waren nun alles keine weltbewegenden und innovativen Tipps - aber vielleicht war ja trotzdem die ein oder andere Möglichkeit dabei, über die ihr euch noch keine Gedanken gemacht hattet! 

CREATIVE: Dirndl

Wenn ich in meiner Ausbildung Kleidungsstücke entwerfen muss, kann ich leider nicht immer nur nette Teile zeichnen, die ich genauso auch selbst anziehen würde. Eigentlich eher selten. Hauptsächlich geht es um Themen, mit denen ich mich - zumindest im Vorfeld - eigentlich so gar nicht identifizieren kann. Jammern ist da nicht, weil: ist im Berufsleben halt auch nicht anders. Eigener Geschmack zählt in den meisten Fällen nicht besonders viel, man muss sich danach richten, was dem Verbraucher gefallen könnte - oder im aktuellen Falle der Jury eines Contests. Denn wir, als Klasse, haben bei dem Dirndl Design Contest eines bekannten Modehauses mitgemacht, mit dem ich mich eigentlich genauso wenig identifizieren kann. Und ausgerechnet Dirndl..



























Das Seltsame an der Sache ist: obwohl ich im Vorfeld so wenig mit dem Thema anfangen kann, versuche ich im Endeffekt natürlich trotzdem, mich in die Materie einzuarbeiten und zu -fühlen und stecke so viel Liebe in meine Arbeit und ins Detail, dass ich hinterher doch immer vom Ergebnis überzeugt bin.

Ich habe mich nie mit dem Oktoberfest beschäftigt und ich behaupte mal, dass mich keine zehn Pferde jemals in ein Dirndl bekommen hätten. Aber jetzt? Nach der Auseinandersetzung mit Blüschen, Kleidern und Schürzen, klassischen Materialien, Accessoires und Farben - und nach der Umsetzung auf Papier während zwei bis drei Folgen Gilmoregirls..  bin ich echt nicht mehr abgeneigt. Hey, ich glaube, meinen Entwurf würde ich glatt so tragen. Wobei ich natürlich meine Schleife rechts tragen würde. Und nein, bis vor ein paar Wochen wusste ich nicht, dass das irgendeine Bedeutung hat! 

Wer von euch den Dirndln noch einen Ticken mehr wohlgesinnt ist als ich, sollte sich unbedingt mal die schönen Teile vom Alpenwelt-Versand anschauen. Der Alpenwelt-Versand verkauft nicht nur alles rund ums Dirndl, sondern auch anderes an Kleidung und sogar Möbel, wobei viele der Produkte aus Bio-Baumwolle sind, GOTS- oder FSC-zertifizert sind oder andere Kriterien erfüllen, die dem Thema Nachhaltigkeit zugrunde liegen. Mehr dazu erfahrt ihr, wenn ihr ganz unten auf der Seite auf den Punkt "Nachhaltigkeit" klickt. 


SECONDHAND: Tipps rund um Kleiderkreisel, Teil II

Letzte Woche habe ich euch Ratschläge gegeben, was die Kommunikation und die Sicherheit bei Kleiderkreisel angeht. Heute soll es darum gehen, wie ich vorgehe, um dort passende Kleidungsstücke zu finden, denn das ist manchmal gar nicht so einfach.




























Viele Kreisler sind sehr schreibfaul, was ihre Beschreibungen bei Artikeln angeht - dazu gehöre auch ich. Wenn ich nämlich einen ganzen Schwung von 20-30 Teilen hintereinander hochlade, dann habe ich keine Lust darauf, jedes winzige Detail zu beschreiben, was durch das Bild eh offensichtlich ist. Wenn man also eindeutig auf dem Artikelbild sieht, dass es sich um einen blau-weiß-gestreiften Pulli geht, dann schreibe ich in die Beschreibung nicht mehr blau-weiß-gestreift rein.. 
Das erzähle ich euch, da ich bei meinen Suchanfragen immer kurz überlege, wie ich selbst den Artikel einstellen würde. Dadurch hat sich bei mir folgendes Muster ergeben:

1. Suchanfragen. Meine Suchanfragen halte ich immer so allgemein wie möglich. Meistens lasse ich die Leiste für den Suchbegriff sogar leer - das geht, wenn ihr einfach in die Leiste klickt und Enter drückt. Dann kommt ihr zu der Seite, auf der ihr andere Details wie Farben, Marke, Größe etc. einstellen könnt.
Bleiben wir mal bei dem blau-weiß-gestreiften Pulli. Ich würde nie "blau-weiß-gestreifter Pulli" in die Leiste eingeben, denn wie eben schon beschrieben, würde ich das selbst wahrscheinlich nicht in meine Artikelbeschreibung schreiben - auch wenn das natürlich sinnvoll wäre. Aber wir gehen einfach mal davon aus, dass alle so schreibfaul sind. Ich würde die Suchleiste also leer lassen, oder höchstens noch "gestreift" hineinschreiben, bei "Katalog" dann einmal "Pullis & Sweatshirts" anklicken, aber zusätzlich auch "Oberteile & Tshirts", denn man weiß ja nie, ob der Einsteller schon aufgegeben hat, nach einer passenderen Kategorie für seinen Artikel zu suchen, nachdem er das Wort "Oberteile" gelesen hat. Anschließend würde ich noch bei den Farben blau und weiß ankreuzen, denn seit einiger Zeit MUSS man bei Kleiderkreisel eine Farbe anklicken - im Gegensatz dazu, sie in die Beschreibung zu setzen. Diese Vorgehensweise hat den Nachteil, dass man ein bisschen länger sucht - denn leider kann man nicht einstellen, dass beide Farben in dem einen Teil vorkommen sollen und somit könntet ihr auch rot-weiß, oder blau-grau gestreifte Pullover angezeigt bekommen. Ich suche jedoch lieber länger, als das mir manche Teile durch zu präzise Suchanfragen verborgen bleiben.. 

2. Größe. Ich gebe immer nicht nur meine tatsächliche Größe ein, sondern auch eine kleiner und eine größer. Denn oft heißt es dann in Artikeln: "Es ist als xxx ausgezeichnet, jedoch fällt es kleiner/größer aus". Abgesehen davon wissen wir ja inzwischen wahrscheinlich alle, dass man sich auf die Größen heutzutage eh nicht mehr wirklich verlassen kann, da sie nicht nur von Laden zu Laden unterschiedlich sind - nein, manchmal sogar in ein und dem selben.
Deshalb lasst euch auf jeden Fall die Maße schicken, wenn ihr ganz sichergehen wollt, dass es passt, und vergleicht sie mit Teilen aus eurem Kleiderschrank. 

3. Keine überstürzten Käufe. Wenn ich gezielt auf die Suche nach einem bestimmten Teil gehe, speicher ich mir erstmal alles ab, was ich auch nur ansatzweise schön finde. Erstmal ganz ohne zu überlegen, ob ich es auch wirklich tragen würde. Sobald sich dann 23 blau-weiß-gestreifte Pullover nebeneinander in meiner Favouritenliste befinden, fange ich an, ein wenig bzgl Farbe, Schnitt und Preis zu vergleichen und auszusortieren. Manchmal findet man natürlich auch öfter das gleiche Modell - aber mit GANZ unterschiedlichen Preisen! Deshalb schlagt nicht sofort zu, sobald ihr was hübsches gefunden habt. Ein weiterer Vorteil beim "Ein, zwei Tage abwarten" hat auch die neue Funktion, dass der Besitzer des favorisierten Artikel Bescheid darüber bekommt, dass ihr es gespeichert habt - das bringt viele dazu, das Teil noch einmal zu reduzieren, um euch die Entscheidung zu vereinfachen.. 

Gibt es noch mehr Sachen, die euch bei Kleiderkreisel interessieren? Wenn ja, schreibt mir ruhig einen Kommentar! Vielleicht bekomme ich ja noch einen dritten Teil zusammen :)