LIFE: die Prüfungszeit beginnt!

Leute, es ist nicht zu fassen, wie schnell drei Jahre vergehen - am Freitag hatte ich meinen letzten Schultag, mit Zulassung, Vornoten, Frühstück, Kuchen und allem, was dazu gehört! In acht Tagen schreibe ich meine erste Prüfung, und in achtzehn liegt die letzte hinter mir. 

Jetzt heißt es volle Kanne power-learning! Meine Wand wird von einem riesigen Schlachtplan verziert, der ungefähr das vierfache von der Größe hat, die ihr auf dem Bild erkennen könnt. Als mein Freund ihn gesehen hat, hat er nur den Kopf geschüttelt, aber ich freu mich einfach immer, wenn ich einen super-strukturierten Plan vor mir habe. So habe ich alle Fächer und Themen in unterschiedlichen Farben je nach Schwierigkeitsgrad oder Umfang auf die verschiedenen Tage verteilt und da ich es liebe, Sachen durchzustreichen oder abzuhaken, bin ich viel motivierter :) Das erklärt auch, warum ich heute morgen - an einem Sonntag!! - bereits um 6 Uhr am Schreibtisch saß, um Schalkragen zu konstruieren... 


Drei Jahre Ausbildung liegen nun hinter mir und dieser Abschluss bedeutet mir so viel mehr als mein Abitur. Diese drei Jahre waren für mich nicht einfach nur Berufsausbildung, sondern vor allen Dingen ganz viel Selbstfindung. Nach meinem abgebrochenen Studium habe ich endlich den für mich richtigen Weg gefunden, habe ganz neue Stärken - aber auch Schwächen - entdeckt. Das mag klischeehaft klingen, aber ich bin einfach ganz unglaublich froh, dass ich die Tätigkeit gefunden habe, in der ich aufblühen kann, denn den Großteil meines Lebens war ich nicht nur davon überzeugt, niemals etwas zu finden, was mich erfüllen wird - sondern auch niemals etwas, in dem ich überhaupt gut bin. Diese Denkweise gehört definitiv der Vergangenheit an und darüber bin ich echt glücklich. 

Wenn ich mich nun so beobachte wie ich um 6 Uhr morgens tatsächlich mit Freude über Schnittkonstruktionen gebeugt bin, oder vor wenigen Tagen beim Entwerfen meines Abschlusskleides die gesamte Zeit das Essen vergesse - und das soll echt was heißen bei mir! - dann bin ich extrem zuversichtlich, dass meine Entscheidung, die Selbstständigkeit sofort nach der Ausbildung anzugehen, die richtige war! Ich kann es kaum abwarten, bis ich alle Prüfungen hinter mir liegen und ich mich Hals über Kopf in meine Zukunft stürzen kann. Und ich hoffe, ich werdet alle in dieser Zeit bei mir sein und seid genauso aufgeregt wie ich!! :)

Um den Post nicht so unglaublich kitschig zu beenden, zeige ich euch noch schnell noch einen Teil meiner letzten Gestaltungsarbeit. Das Oberthema war Outdoor/Freizeit, der Schwerpunkt liegt auf den Hosen. Ich habe ein bisschen lässigen Business-Chic mit einfließen lassen, weil ich mit Trekking - das war eigentlich vom Lehrplan vorgesehen - echt nichts anfangen kann!

Bis in 18 Tagen dann! 



FASHION REVOLUTION DAY 2015

Meine bevorstehenden Prüfungen und vor allen Dingen das Ablenken davon hindern mich momentan am Bloggen. In etwas mehr als einem Monat habe ich meine Ausbildung endlich hinter mir. Dann werde ich den Kopf frei haben für die eine Sache, an die ich sowieso ununterbrochen denken muss: meine Selbstständigkeit! Wenn es denn überhaupt dazu kommt, denn ich sags euch, Leute - während ich momentan bereits ein nervliches Wrack bin, werde ich am Ende meiner Prüfungsphase noch dazu ein alkoholkranker Dicki sein.

Aber darum soll es heute nicht gehen! Wegen des Zeitmangels nur kurz und knapp: 

Heute ist Fashion Revolution Day - der Tag, der anlässlich des Fabrikeinsturzes Rana Plaza in Bangladesch vor zwei Jahren an die Menschen erinnern soll, die hinter unserer Kleidung stehen und der dazu aufruft, sich intensiver mit der Herkunft unserer Kleidung zu beschäftigen.

Auf sämtlichen Social-Media-Kanälen geistern Fotos von auf links getragenen Kleidungsstücken grüner Labels umher, um aufzuzeigen, dass es auch Alternativen gibt. 


Für Interessierte schmeiße ich noch schnell ein paar Links in die Runde:

- auch Amazed hat das Thema aufgegriffen
- die Postreihe "Nachhaltig, ökologisch, fair" von Maren, für die ich im März diesen Post geschrieben hatte
- gestern habe ich ein (meiner Meinung nach) berührendes Video auf Facebook gepostet

Übrigens. Heute ist nicht nur Fashion Revolution Day, sondern auch der "Tag des Versuchstiers"!

BOOKS: Solopreneur - Alleine schneller am Ziel

Über "Blogg dein Buch" habe ich vor kurzem das Buch "Solopreneur" von Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg erhalten, um es lesen und rezensieren zu können.

Es handelt sich dabei um ein Plädoyer für das Solopreneurship - ein Wortspiel aus Solo und Entrepreneurship - also für ein solo geführtes Unternehmen. Ein Solopreneur ist jedoch nicht einfach nur ein Selbstständiger ohne Angestellte, der im Normalfall auf Aufträge angewiesen ist und nach einem selbstgewählten Stundenlohn bezahlt wird. Die wichtigsten Kriterien beim Solopreneurship sind zum einen einfache Strukturen bzw eine "smarte" Organisation des Unternehmens und das Angebot eines eigenen skalierbaren Produktes, das für eine gewisse Automatisierung sorgen soll und so zu mehr Balance zwischen Leben und Arbeit führt, zu mehr Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

Das klingt jetzt ziemlich kompliziert, richtig? Das beste Beispiel, mit dem ich es mir selbst zu Beginn erklären konnte, war folgendes: als Selbstständiger könnte ich darauf warten, dass ich einen Auftrag zur Erstellung eines Schnittmusters nach der Idee des Kunden erhalte. Diese wird mir dann einmalig nach der Anzahl der Stunden bezahlt, die ich dafür benötigt habe. Oder aber ich erstelle als Solopreneur nach meiner eigenen Idee ein Schnittmusterbuch, das anschließend von einer unbegrenzten Anzahl an Personen gekauft werden kann.

Das Buch zeigt nun grundlegende Aspekte auf, die es beim Solopreneurship zu beachten gilt und hilft dabei herauszufinden, ob diese Art des Unternehmertums für einen selbst gemacht ist.




























Meine Meinung

Ich würde gern zuerst auf die Aspekte eingehen, die ich als negativ empfunden habe.
Zum einen fand ich das Buch eher schwer zu lesen. Das lag nicht daran, dass das Thema selbst kompliziert ist, sondern eher am Schreibstil der beiden Autoren. Der Satzbau wirkte auf mich einfach nicht so richtig natürlich, was dazu führte, dass ich einige Passagen mehrere Male gelesen habe, weil meine Konzentration etwas nachließ. Auch die vielen, vielen Anglizismen brachten mich teilweise sehr aus dem Lesefluss und das öfter Themen angeschnitten wurden, nur um dann darauf zu verweisen, dass später noch einmal genauer darauf eingegangen werden würde. Das hatte auf mich häufig eine eher unstrukturierte Wirkung, die mich durcheinander gebracht hat.

Ein weiterer Negativpunkt ist, dass die Definition des Solopreneurs über die ersten Kapitel verteilt immer noch einmal erneut aufgegriffen und erweitert wurde, so dass ich zeitweise den Gedanken hatte, nach der Hälfte des Buches immer noch nicht genau zu wissen, was denn nun einen solchen ausmacht. Meiner Meinung nach hätte man das fürs Verständnis besser bündeln sollen, so dass man sich anschließend ganz auf die Tipps und Hinweise konzentrieren kann.

Das klingt jetzt erstmal recht negativ, aber das bedeutet nicht, dass mir das Buch im Gesamten nicht gefallen hätte.

Positiv aufgefallen sind mir beispielsweise die vielen Fallbeispiele (fast 30 Stück), die geholfen haben, die Definition des Solopreneurs besser zu verstehen. Außerdem machen sie deutlich, dass diese Form des Unternehmertums tatsächlich häufiger praktiziert wird, als man vielleicht zu Beginn denkt. Es werden allerdings nicht nur fremde Beispiele aufgezeigt. Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg zeigen auch ganz deutlich, warum für sie als Ehepaar solo am besten funktioniert, was das Buch etwas persönlicher gestaltet als viele andere Ratgeber zu ähnlichen Themen. Sympathisch fand ich dabei vor allen Dingen, dass es laut ihnen beim Solopreneurship nicht vordergründig um das große Geld geht, sondern um die idealste Art des Integrierens der Arbeit ins eigene Leben, ohne sich von ihr beherrschen zu lassen. Auf der anderen Seite räumen sie aber auch mit dem Klischee des passiven Einkommens auf, bei dem sich der Solopreneur nach erster getaner Arbeit auf die faule Haut legen und das Geld für sich arbeiten lassen kann. Es ist also durchaus realistisch, auch im Bezug darauf, dass diese Form von Unternehmertum nichts für jede Art von Mensch ist.

Ein für mich persönlich wichtiger Punkt waren die Ansichten der Autoren, warum es nichts Negatives ist, am liebsten alleine arbeiten zu wollen. Unternehmer müssen sich immer noch häufig erklären, warum sie niemand anderen mit "ins Boot" holen, denn für die breite Masse ist ein Unternehmer jemand mit Angestellten und Firmenwagen oder aber auch Teil eines Start-ups. Da ich selbst schon häufig darüber nachgedacht habe, ob ich nicht eigentlich ein wenig teamfähiger sein müsste, als ich es tatsächlich bin, half mir das Buch definitiv dabei, von alten Denkmustern Abstand zu nehmen.


Das Buch Solopreneur ist im "hauseigenen" Verlag smartbusinessconcepts erschienen und kann hier bestellt werden.

LIFE: Geburtstags-Leni // Kindheits-Facts

Heute ist mein Geburtstag. Zuerst dachte ich, dass die inzwischen doch recht hohe Zahl - ich nenne mal die Quersumme: acht. Nein, weder 17 noch 35 - ein Grund dafür wäre, sich nicht mehr auf seinen Geburtstag zu freuen und vielleicht auch gar nicht mehr feiern zu wollen. Aber das kann ich jetzt doch nicht bestätigen! 

Ich freu mich doch wieder jedes Jahr wie ein kleines Kind und bin immer noch dafür, dass man eine ganze Woche Geburtstag feiern sollte. Aber dass ich mich langsam ein bisschen alt fühle, kann ich doch nicht von der Hand weisen. 
Als ich letztens im Auto saß, kam mir eines mit einem Kennzeichen mit der Zahl 2000 entgegen. Ich habe kurz überlegt, dass bestimmt das Kind in dem Jahr geboren wurde und habe nachgerechnet, wie alt das dann heute ist (jaja, ich rechne gern im Alltag..). Als ich die fünfzehn dann im Kopf hatte, dachte ich mir plötzlich, dass das doch gar nicht sein könne. 2000 ist schließlich elf Jahre nach meinem eigenen Geburtsjahr und irgendwas haut doch dann nicht hin mit der Rechnung, denn fünfzehn kann noch gar nicht so lange her sein. Aber ja, doch. Fünfzehn und elf sind sechsundzwanzig und... mist. Das haut doch hin. 

Außerdem heiraten hier plötzlich alle um mich rum. Naja gut, alle ist natürlich wie immer übertrieben. Aber die erste meiner Freundinnen. Und mein erster Exfreund, das habe ich über seinen Vater beim Lebensmittel-Einkauf an der Kasse erfahren - in dem Alter bin ich jetzt nämlich, in dem man Neuigkeiten nicht über social media, sondern beim Einkauf erfährt! :D





















Zur Feier des Tages habe mir überlegt, euch mal zehn Fakten aus meiner Kindheit zu erzählen - ich persönlich lese sowas nämlich immer total gerne! 

1. Als ich noch nicht ganz so gut sprechen konnte wie heute, hatte ich einen Lieblingssatz, den ich mit Vorliebe vom Stapel ließ, wenn meine Eltern etwas von mir wollten - um deutlich zu machen, dass ich gar nicht wüsste, was sie meinen: "Teeeee diiii nit!" (Ich übersetze mal für den Notfall: "Versteeeh diiich nicht!"). Der Satz wird mir heute noch vorgehalten und auch gerne mal von meiner Mutter benutzt. 

2. Ich war ganz leicht neugierig als Kind. Deshalb habe ich jede sich bietende Möglichkeit genutzt, irgendwo meinen Kopf zwischen zu stecken oder gleich ganz hineinzuklettern. Ich steckte bereits in einem offenen Schrankfach fest, außerdem unter dem Schrank selbst und auch zwischen dem Treppengeländer. Meine Schwester behauptet gerne, dass ich deswegen Segelohren hatte..

3. Meine Familie und ich haben immer gerne Urlaub auf dem Campingplatz in Holland gemacht. Eines Tages bin ich ausgebüxt und bin so lange alleine durch die Gegend gestreunt und war schon fast vom Platz runter, bis der Sicherheitsmann mich wieder eingesammelt und zurückgebracht hat.

4. Meine Schwester hat mich immer extrem gerne durchgekitzelt - bis ich geheult habe. Daraufhin war meine Mutter bei jeder Kitzelattacke immer ganz aufgeregt und ermahnte meine Schwester mit den Worten: "Niiiicht, das Kind wird doch hysteeeeeerisch!" Damit habe ich mich dann natürlich auch immer aus der Schusslinie zu nehmen versucht - hat aber nicht geklappt. Auch eine Sache, die mir heute immer noch gern aufs Brot gestrichen wird. (Zitat Neffe 1: "Was ist denn rusteeerisch?")

5. Ich konnte schon relativ früh buchstabieren, noch bevor ich lesen konnte. Mein erstes Wort war Marmelade und ich war immer so stolz auf mich! Bis mein Vater regelmäßig sagte: "Buchstabier erstmal Elektrizitätswerk, dann biste gut!" Aber irgendwann konnte ich es. Heute zieh ich meine Neffen mit dem selben Spruch auf ^^


6. Auf meinem Lieblings-Tshirt waren zwei Bären. Die hatten Tshirts an, auf denen ebenfalls zwei Bären waren. Und die Bären darauf hatten Tshirts an, auf denen ebenfalls ....  und so weiter. Das hätte ich gerne nochmal.

7. Ich gebe es ja ungern zu, aber ich war ein wirklich, wirklich anstrengendes Kind. Ich hatte regelmäßig Tobsuchtsanfälle, weil - und jetzt passt auf - meine Unterwäsche oder meine Socken nicht richtig saßen und gezwickt haben. Meine Mutter musste mich ständig heulend (also ich) an der Schule absetzen, weil ich mich einfach nicht beruhigen konnte. 
[Noch weniger gern gebe ich zu, dass ich auch heute noch richtig empfindlich bin bei allem, was Berührungen, meine Haut und Textilien angeht. Ständig kribbeln meine Zehen und Fingerspitzen und wenn mein Freund sich beispielsweise neben mich auf die Decke setzt, mit der ich zugedeckt bin, und sie mich somit "beschwert", oder er aus Spaß die Decke an den Seiten unter mich stopft, dann raaaaste ich aus!]

8. Meine Lieblingsbücher waren Willi Wieberg, die Pinguine Pit und Pat und die kleine Raupe Nimmersatt. Das absolute Highlight aber, das Buch, mit dem ich mich am meisten identifizieren konnte - oder eher von meiner Verwandschaft am meisten damit in Verbindung gebracht wurde - war "Der kleine Käfer Immerfrech", der sich mit jedem noch so großen Tier mit den Worten "Willst du mit mir kämpfen?" anlegte und dann doch jedes Mal "Ach geh, du bist mir viel zu klein" hinterher schob. Jaja. Manchmal nennt man mich heute noch Käfer Immerfrech... 

9. Ich behaupte gerne, dass meine Kindergartenzeit ein Trauma herbeigeführt hat. Denn ich musste gegen meinen Willen bei einer Erzieherin auf dem Schoß sitzen und außerdem durfte man nur ein einziges Bild am Tag malen. Es gab aber auch gute Zeiten, ich war beispielsweise mit Philipp verlobt - der hat auch schon brav Pfennige für meine Brautschuhe gesammelt.

10. Ich habe an so gut wie jedem meiner Kinder-Geburtstage geheult, weil irgendetwas nicht so abgelaufen ist, wie ich das wollte (hatte ich schon erwähnt, dass ich ein schwieriges Kind war... ?). Einmal habe ich geweint, weil ich statt einer Original Barbie eine Steffi Love bekommen habe. Dabei habe ich eigentlich nie mit Barbies gespielt, sondern war immer mehr der Duplo- und Lego-Baumeister. Vor ein paar Monaten haben wir festgestellt, dass meine Schwester und ich generell sehr wenig interaktiv gespielt haben - wir haben immer nur alles aufgebaut (Lego), angezogen (Barbies), aber uns nie irgendwelche Geschichten dazu ausgedacht. Die Erkenntnis daraufhin war, dass wir deshalb so ein bisschen unsozial sind heute! 

CREATIVE: mein neues Baby

Na ihr Lieben, da habe ich ja mal wieder etwas länger nichts von mir hören lassen. Das liegt einerseits an ein bisschen Unlust, andererseits an der letzten Klausurenphase vor den Prüfungen und auch an Planungen bezüglich der Selbstständigkeit.

Momentan läuft es da nicht so richtig rund, was das angeht. Ich tappe ein wenig auf der Stelle und bin irgendwie zu unsicher, um die nächsten Schritte anzugehen. Letzte Woche hatte ich dann so einen richtigen "SO, du musst jetzt irgendetwas tun!"-Moment. Daraufhin habe ich bei Ebay Kleinanzeigen nach Maschinen geschaut, sowohl Haushaltsmaschinen, Schnellnähern und auch Overlocks und wenige Tage später ein paar Termine zum Probenähen ausgemacht. 

Mit meiner Haushaltsmaschine war ich ja eigentlich bereits seit Anfang an unzufrieden und inzwischen kann sie auch nichts anderes mehr als geradeaus-nähen. Daher wollte ich ganz unabhängig von der Selbstständigkeit (bei der ich sie eh hauptsächlich für Ziernähte und Knopflöcher brauchen würde) eh eine neue, denn spätestens, wenn ich mich auf die Prüfungen vorbereite, wäre ich an meiner wahrscheinlich verzweifelt.

Das ist es nun, mein neues Baby. Eine älteres Brother-Modell, was so schon gar nicht mehr im Handel zu finden ist, gut erhalten und mit ganz viel Zubehör. Eeeendlich ein automatischer Fadenabschneider und die Geschwindigkeitsregulation. Finde ich super.

Ein bisschen traurig war der Kauf aber auch, denn die Maschine gehörte einer älteren Dame, die aufgrund von nur noch 4% Sehkraft nicht mehr in der Lage ist, damit zu arbeiten. Ihr Sohn erzählte mir, dass sie sich immer wieder dran setzt und ausprobiert, aber das klappt natürlich nicht mehr. Als ich mich dann schließlich zum Kauf entschieden habe, war die Frau den Tränen nahe. Ich war irgendwann so gerührt, dass ich ihr angeboten habe, dass sie mich gerne mal besuchen kommen kann, wenn sie ihr gutes Stück vermisst. Daraufhin war sie so froh, und hat sich ständig bedankt und gesagt, dass sie so glücklich ist, dass nun ein so lieber Mensch ihre Maschine hat. Als ich gegangen bin, habe ich selbst fast geweint, es war echt sehr traurig!

Ich hoffe, dass ich dem Maschinchen ein gutes zweites Leben bieten kann und ich glaube, aufgrund der Hintergrundgeschichte werde ich sie noch viel mehr zu schätzen wissen :)
 


Ein Tipp noch am Rande: wenn ihr nähen lernen wollt, dann verzichtet auf Discounter-Käufe. Bei den Maschinen, die dort so für 100 Euro angeboten werden, kann man vielleicht Glück haben, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich beim Großteil nicht mal "das bisschen" Geld lohnt. Ihr werdet nicht lange Freude daran haben, deshalb investiert lieber in eine bessere, gebrauchte Maschine. Ich habe nur schlechte Erfahrung mit den neuen Singer-Modellen gemacht - mit Brother und Pfaff dagegen nur gute. 
Bei Industrienähern (da habe ich auch schon einen im Auge..) empfehle ich Dürkopp Adler, Yuki und ebenfalls Pfaff. 

Nun kann ich übrigens auch endlich bald mal den zweiten Post zum Nähmaschine einrichten fertig machen - ich freu mich :)