BLOGGER DENKEN NACH: Wo kaufe ich, wo nicht?

Kaum veröffentlichte Ariane ihren letzten Post, fiel es mir siedend heiß wieder ein: ich hatte da doch letztens eine Mail bekommen, die ich eigentlich lääängst beantworten wollte! Die Mail war von Maren und beinhaltete ihre Idee einer Blogreihe zum Thema Nachhaltigkeit, die ganz ohne erhobenen Zeigefinger auskommen soll. Das ganze Jahr über gibt es jeden Monat ein anderes Unterthema, zu dem man sich Gedanken machen und einen Post verfassen kann, den man dann wiederum auf Marens Blog verlinken kann. Da ich sowieso finde, dass ich viel weniger zum Thema Nachhaltigkeit blogge, als ich könnte, bin ich natürlich gleich mit von der Partie! Ich bin gespannt, was den teilnehmenden Bloggern zu den Themen so alles einfällt, ob ich noch die ein oder andere Idee in meinen Alltag integrieren kann oder auf Gedankengänge stoße, die ich so noch nicht hatte! 


VON ADIDAS BIS ZALANDO - WO KAUFE ICH, WO NICHT?
Gleich das Thema für den März ist eines meiner liebsten - die Auseinandersetzung mit Bekleidungsmarken.




























Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich euch jemals hier erzählt habe, WIE genau das Thema Nachhaltigkeit mit all ihren Facetten überhaupt Einzug in mein Leben gehalten hat. Denn ich hatte ja, wie ihr wahrscheinlich wisst, nicht immer die Einstellung, die ich heute habe. Leser der ersten Stunde wissen, dass ich mir früher überhaupt keine Gedanken zu den Produktionsbedingungen meiner Kleidung gemacht habe - ich war ein typisches Konsumopfer, was all sein Geld in H&M investierte. 

Wenige Monate, nachdem ich meine Ausbildung begann, hatten wir eine Vertretungssstunde mit einer uns unbekannten Lehrerin. Diese zeigte uns einen Film über die Jeans-Produktion in Indien und die Bedingungen für die dortigen Arbeiter - unter anderem gab es keine Atemschutzmasken oder sonstige Sicherheitsmaßnahmen und durch die Bleichungsmittel hatten die Inder teilweise bereits genauso helle Hände und auch Füße wie wir. Das hat mich geschockt.
An diesem Tag beschloss ich: keine neue, konventionell hergestellte Kleidung mehr!

Ich denke, auch wenn ich diesen Film damals nicht gesehen hätte, hätte ich mich im Laufe der Ausbildung trotzdem in diese Richtung entwickelt. Denn ich weiß, wie anstrengend Nähen sein kann. Nicht nur die Konzentration lässt schon nach wenigen Stunden nach - durch das Rattern der anderen Nähmaschinen bekommt man leicht Kopfschmerzen und die gebückte Haltung führt zu Rücken- und Nackenschmerzen. Wir in der Schule nähen normalerweise 4,5 Zeitstunden und die Arbeitsschritte sind abwechselungsreich. Wir  können uns zwischendurch die Beine vertreten, einen Schluck trinken, auf Toilette gehen. Wir können das - aber die Arbeiter in Sweatshops nicht. Dort gibt es wenige Pausen, vorgeschriebene Toilettenzeiten, kein Trinken und Essen am Arbeitsplatz - und das nicht über 4,5 Stunden, sondern über 10-16, Stunden, sechs oder sieben Tage die Woche. Die immer selbe Naht.
Ich weiß, wie lange man teilweise an einem einzelnen Kleidungsstück sitzt, welche Probleme auftauchen, welche Nähprozesse wirklich kompliziert sind. Ich weiß, was diese Arbeit wert ist und dass 10 Euro für eine Bluse diese nicht fair entlohnen können - und es ist schließlich nicht so, als würde der gesamte Kaufpreis an die Näherin gehen, denn es gibt auch noch den Baumwollbauer, die Fabrik, die für das Weben der Stoffe und die Ausrüstung verantwortlich ist, die Lieferanten, der Konzern selbst. Das alles und noch viel mehr stecken in den 10 Euro. 
Dies hier soll nun keineswegs der erhobene Zeigefinger sein - ich möchte euch einfach nur meine Gedankengänge zu dem Thema nahelegen. 

Mein Beschluss ist zweieinhalb Jahre her. In dieser Zeit bin ich bis auf wenige Ausnahmen (Schuhe für einen Nebenjob, deren Kauf zeitlich sehr drängte z.B.) ausschließlich auf Secondhand-Kleidung oder fair hergestellte Bio-Kleidung ausgewichen und damit bin ich wahrscheinlich ein Extremfall. Natürlich kann ich nicht erwarten, dass jeder das nun genauso macht - das kann man nie! - und ich kann vollkommen nachvollziehen, dass jemand, der nicht vom Fach ist, sich auch gar nicht mit dem Thema beschäftigt (vor meiner Ausbildung habe ich übrigens auch gedacht, dass es Automaten gibt, die ganze Kleidungsstücke herstellen können..). Aber ich bin der Überzeugung, dass, wenn ICH das kann - die zuvor munter Kleidung aus China bestellt, Käufe im dreistelligen Bereich bei H&M getätigt und im Jahr 2008 in London keinen einzigen Gedanken über die Möglichkeit der 3Euro-Handtasche von Primark verschwendet und diese letztlich in drei verschiedenen Farben mitgenommen hat - ja, dann denke ich, dass jeder zumindest eine kleines bisschen an seinem Konsumverhalten drehen kann:
Ein Primark-Einkauf weniger im Jahr. Das Basic-Shirt, das nie aus der Mode kommt und immer wieder getragen wird, mal in der Bio-Variante. Das Kleid, das nur für den bestimmten Abend gekauft werden soll, aus zweiter Hand besorgen. Das sind keine weltbewegenden Einschneidungen ins Leben und doch hätte es einen Einfluss, wenn jeder es tun würde.

Mir fiel meine Umstellung nie sonderlich schwer. Natürlich kann man nicht mehr ganz so spontan mal eben ein paar Sachen kaufen, wenn man auf Secondhand "angewiesen" ist. Es gibt einfach eine begrenztere Auswahl, ganz klar. Und in dieser befindet sich nicht unbedingt das Trendteil dieser Saison - aber das führt auch dazu, dass der eigene Stil gefestigter wird, unabhängiger von gerade aktueller Mode.

Es gibt inzwischen unglaublich viele "grüne" Alternativen, wenn man nicht auf Secondhand setzen will. Hier findet ihr mehrere Listen, sortiert nach Onlineshops, deutschlandweit, europaweit, usw. Gerade Basics sind nicht unbedingt erheblich teurer als konventionell hergestellte und auch vom befürchteten Öko-Image haben sich die meisten Labels längst verabschiedet - wobei man natürlich sagen muss, dass es für bestimmte Stilrichtungen einfach noch zu wenig Auswahl gibt. Aus diesem Grund habe ich auch beschlossen, mich in meiner Selbstständigkeit (unter anderem) mit Kleidungsstücken aus nachhaltigen, fair gehandelten Materialien zu beschäftigen. 

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Welche Gedanken habt ihr zu dem Thema? Was hält euch davon ab, euch von konventionell hergestellter Kleidung abzuwenden? Da mir so viel an dem Thema liegt, würde ich euch wahnsinnig gerne helfen, wenn es an bestimmten Problemen scheitert! Deshalb schreibt mir doch einen Kommentar :) 

HIER findet ihr alle anderen bisher geschriebenen Posts zum Monat März.

MINIMALISMUS: shop around the blog III

Auch diesen Monat ergreife ich die Chance, bei der Aktion "Shop around the blog" von Puppenzimmer mitzumachen!
(Am 3. eines jeden Monats werden ein bis fünf ausgemistete Gegenstände auf dem Blog gepostet, die nun zum Verkauf stehen. In Yvonnes aktuellem Post könnt ihr auch alle Verlinkungen zu den anderen Teilnehmenden finden.)

Dieses Mal haben alle Verkaufsobjekte einen ganz besonderen Wert für mich. Warum, könnt ihr in den genauen Beschreibungen lesen. Wie immer gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Einfach in den Kommentaren oder per Mail (besser!) "HIER" schreien.

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Schmuckbüste und 12 Pfauenfedern - WEG!




Die Schmuckbüste aus Holz habe ich vor circa 3.5 Jahren gekauft, um meine Ketten besser präsentieren zu können. Sie war das erste, was ich mir von dem Gehalt meines damaligen Nebenjobs gekauft habe, denn das war zumindest für mich zu der Zeit schon eine kleine Investition - knapp 40 Euro hatte sie gekostet. Sie ist circa 44 cm hoch. Ein paar kleine Kratzer hat sie in der Zeit zwar abbekommen, doch sie ist immer noch gut erhalten. Sie müsste bloß einmal neu in den Standklotz geklebt werden, da sie sonst nicht mehr gut hält. 
Dazu gibt es 12 Pfauenfedern zum Dekorieren oder Basteln. Sie sind vom Nähen unseren Pfauen-Kleides für die Modenschau letzten Herbst übrig geblieben. Länge: circa 30 cm.
Zusammen 12 Euro plus Versand (2,90 Euro Hermes-Paket)


Die guten alten Knotenarmbänder







Schon eine ganze Weile ist es her, dass ich diese Armbänder in meinem Dawanda-Shop verkauft habe. Letztlich sind immer noch ein paar übrig geblieben und vielleicht machen sie auf diesem Wege doch noch jemanden glücklich. Nachdem ich sie damals für 12 Euro verkauft habe, biete ich sie hier für 5 Euro das Stück an, um zumindest die damaligen Materialkosten decken zu können. Der Gewinn wird in meine Selbstständigkeit investiert. Ich freue mich daher tierisch über jedes einzelne verkaufte Armband!! :) 
Tragebilder könnt ihr hier finden, um euch einen Eindruck von der jeweiligen Größe machen zu können. Sie sind größenverstellbar und von daher für jedes Handgelenk passen (bei Zweifeln einfach kurz nachhaken!)
Jeweils 5 Euro plus Versand (1,90 Euro Warensendung)

Zum besseren Verständnis:
1. Reihe: hellblau, dunkelblau, royalblau (auch mit goldenem Verschluss), mittelblau // gelb breit und schmal
2. Reihe: braun breit, braun schmal, dunkelbraun // khaki breit und schmal
3. Reihe: rosa breit und schmal // altrosa breit und schmal
4. Reihe: weiß breit (auch mit goldenem Verschluss) und schmal // weiß-gelb-khaki, oliv-beige, hellgrau-hellblau
5. Reihe: pink, rotpink // violett, lila
6. Reihe: grau, türkis // türkis, rot, hellblau - jeweils mit beige
(Achtet bitte auf die Verschlussfarben, manche sind silber, manche gold!)





MINIMALISMUS: Frühjahrsputz mal anders!

Während sich draußen die ersten Frühlingsboten zeigen, ziehen auf den Blogs auch schon Tipps für die schönste Zeit des Jahres ein: Deko, Rezepte, hübsche Blumen. Dafür bin ich bekanntlich nicht die beste Ansprechpartnerin. Aber auch ich merke, wie sich in mir wieder ganz neue Energien freisetzen und die Motivation den Weg zurückfindet. Und wenn es euch ähnlich geht, könnt ihr die Energie gleich nutzen: Frühlingsputz mal anders.

Ich glaube, die Aufräum- und Sortierwut hat sich in den letzten Monaten bei mir zu leicht krankhaften Wandlungen entwickelt. Ich fühle mich einfach befreit und zufrieden, sobald irgendetwas organisierter und.. einfach leerer ist.
Was den Minimalismus angeht, sind Vorhaben wie "nur noch 100 Teile besitzen" für mich persönlich zu extrem - was mir wichtig ist: Dinge bewusst besitzen. Was keinen Nutzen oder emotionalen Wert hat, oder aber nicht zumindest ein gutes Gefühl gibt, weil es einfach hübsch ist - weg damit. Und das fängt schon im Kleinen an. Während man sich häufig gleich an große Projekte macht, wie den Kleiderschrank oder das Bücherregal zu reduzieren, vergisst man oft die kleinen Dinge:



Das überquillende Portemonnaie
(das Bild ist natürlich die "Nachher"-Version!)

Manchmal habe ich das Gefühl, dass es egal ist, wie oft man seine Geldbörse von unnötigen Quittungen befreit - wenig später sieht es genauso aus wie vorher. Und das, obwohl ich kein passionierter Käufer bin und die Bons meistens gar nicht erst mitnehme. Da ich so oder so sehr akribisch (man könnte es auch pedantisch nennen... ) eine Excel-Tabelle mit meinen Ausgaben führe, brauche ich keine Quittungen, um den Überblick zu behalten. Und mal ehrlich, setzt sich wirklich jemand am Monatsende hin und schaut sich noch mal Bons an .. ? Ich habe mir außerdem mal meine ganzen Karten vorgenommen: nein, die Karte von der Videothek braucht man nicht mehr, wenn man sie seit sechs Jahren nicht mehr betreten hat. Die Farbkarte vom Frisör auch nicht, wenn man schon seit einer ganzen Weile wieder seine Naturhaarfarbe hat. 
Da ich der Bon-und-Karten-Epidemie keine Chance mehr geben möchte und sowieso ein neues Portemonnaie (wegen Zerfall..) brauche, habe ich übrigens beschlossen, mal in ein kleines zu investieren. Wo nichts reinpasst, sammelt sich auch nichts... Und ein leeres Portemonnaie fühlt sich irgendwie echt gut an! 


Der chaotische Dateien-Ordner

Eigentlich habe ich ein gewisses System, was meine digitalen Bilder und Dokumente angeht. Aber da ich noch nicht so richtig in der Pinterest-Welt angekomen bin, mischen sich nach einer Weile zum Beispiel Inspirations-Bilder zwischen Familien-Fotos. Und auch sonst finde ich manchmal Ausbildungs-relavantes zwischen Blogbildern oder Vertragskündigungen zwischen Photoshop-Dateien. Jaja, den richtigen Ordner beim Abspeichern auszuwählen kann im Alltag einfach schon zu viel Arbeit sein ;) Dabei braucht man vieles nach einer Weile eh nicht mehr und ich lieeebe Ordnung in meinen Dateien, weshalb ich mir zumindest schon die Über-Ordner vorgenommen habe.


Der verwahrloste Dokumente-Ordner



Der aufmerksame Leser weiß, dass das auch ein Punkt auf der Energieräuber-Liste war. Vom Zauberweib habe ich den Tipp bekommen, mir meinen Dokumente-Ordner an einem richtigen Sch...-Tag vorzunehmen, denn da kann die Laune nicht noch weiter in den Keller sinken. Genau das habe ich diese Woche getan und was soll ich sagen? Meine Stimmung war anschließend sogar sehr viel besser! Rechnungen vom Klamotten-Onlineshoppen von vor 4 Jahren braucht niemand mehr, genauso wie die Erklärung der Krankenkasse, welche Kriterien das Foto für ihre Karte erfüllen muss, das nun längst mehrere Jahre existiert. Der Fitnessstudio-Vertrag, der seit über einem Jahr ausgelaufen ist, sorgt auch eher für unangenehme Gefühle und das Begrüßungsschreiben der Bus-Ticket-Anmeldung von 2012... ernsthaft? Je weniger man lagert, desto schneller findet man Schreiben, die man wirklich braucht.

Kleiner Fun-Fakt am Rande: mit meiner Führerscheinprüfung 2007 habe ich die Marotte meines Onkels übernommen, alle Knöllchen, Blitzer-Fotos und ähnliches aufzubewahren. Durch das Ausmisten meines Dokumente-Ordners weiß ich nun, was ich da innerhalb der letzten siebeneinhalb Jahre so angesammelt habe: unter anderem 10 Strafzettel für Parken ohne Ticket oder im Parkverbot (eines davon sogar an meinem Geburstag! Dürfen die das?!^^) und vier mehr oder wenige scharfe Fotos..  hätte ich mich mal ein wenig zusammengerissen, wäre ich mehrere hundert Euro reicher!

LIFE: Gedanken einer Grippe-Geplagten (kurz: GGG)

Puh, ein wenig habe ichs hier wieder einreißen lassen mit dem regelmäßigen Posten, hm? Leider lag ich die ganzen letzten Tage mit Grippe flach, was mit großer Ideenlosigkeit einherging. Ein bisschen benebelt fühle ich mich immer noch. Und auch das Ideen-Repertoire hat sich noch nicht wieder aufgefüllt, deshalb teile ich heute einfach die Gedanken mit euch, die mir in den letzten Tagen am meisten durch den Kopf gingen. Wenn man ans Bett gefesselt ist, hat man ja immer so wunderbar viel Zeit, nachzudenken...  - ob man will oder nicht ;)



1. Die große Secondhand-Plattform-Verwirrung geht weiter.. 

Knapp einen Monat ist es her, dass ich euch auf den neusten Stand bezüglich diverser Second-Hand-Plattformen gebracht habe. Es scheint, als hätten viele Ex-Kreisler (inkl. mir..) das zweite Mal den Fehler begangen, sich von großen Versprechungen und zu viel Euphorie blenden zu lassen. Denn auch das Tauschforum der Deutschen Umweltstiftung pi.. sich regelmäßig selbst ans Bein, noch bevor die eigentliche Verkaufsplattform überhaupt steht. 
Mit Details halte ich mich mal zurück, aber denjenigen, die Interesse am der gesamten Thematik haben, lege ich folgende Forenthreads ans Herz: 

(circa ab Seite 42 geht es nicht mehr um Kleiderkorb, sondern um die DU)
(leider nur für Mitglieder sichtbar)

Für mich persönlich sind inzwischen alle drei Plattformen unten durch. Man hat die Wahl zwischen Pest und Cholera. Daher habe ich für mich die Entscheidung getroffen, mein Kleiderkreisel-Profil wieder freischalten zu lassen, auch wenn mein Respekt vor mir selbst dadurch ein wenig schrumpft. Inkonsequenz lässt grüßen. Aber leider bin ich einerseits durch meine ethischen Überzeugungen auf den Kauf von Secondhand-Kleidung und andererseits aus Platz- und Geldgründen auf den Verkauf angewiesen bin. Bei Kleiderkreisel habe ich immerhin genug Erfahrungen und Bewertungen sammeln können und im Gegensatz zu den anderen Plattformen weiß man dort inzwischen, worauf man sich einlässt. Eventuell werde ich es auch nur noch zum Kaufen (ohne das Bezahlsystem) nutzen, sodass sie an mir immerhin kein Geld verdienen und mit dem Verkaufen warten, bis die Verkaufsplattform der DU nach zig abgesagten Terminen endlich online ist..  ganz zufrieden bin ich so auch nicht, aber nach einigem Hin- und Herdenken scheint es mir als die beste Lösung. Steht jemand von euch vor dem gleichen Problem? Was sind eure Gedanken dazu?
(Edit: Mein Kleiderkreisel-Profil wieder freischalten zu lassen, war - zum Glück? Leider? - nicht möglich. Auch gut..)



2. Die letzten 40 Tage der Ausbildung

Dass ich bereits die Tage zähle, macht wohl schon deutlich, wie sehr ich mir das Ende herbeisehne. Noch 40 mal die Kraft aufbringen, das Bett zu verlassen. Noch 40 mal den Weg in Kauf nehmen. Noch 40 mal den Schreikrampf unterdrücken. Währenddessen weiterhin den Abschluss planen und die immer gleichen Diskussionen diesbezüglich führen. Leute. Ich bin es ja SO satt! 
Doch gleichzeitig möchte ich das Ende lieber doch noch etwas hinauszögern, denn...   - Moment, wir kommen zum nächsten Punkt.









3. Die ersten Trübsinn-Gedanken bezüglich der Selbstständigkeit


Momentan tapse ich ein bisschen auf der Stelle, was meine Zukunftsplanung angeht. Ich drehe mich im Kreis, zögere Entscheidungen hinaus und mit dem Wissen, dass gar keine Entscheidung schlimmer ist als die falsche, fühle ich mich noch ein wenig schlechter. Die ersten Zweifel nach der anfänglichen Euphorie treten wieder in Erscheinung. Bin ich überhaupt schon so weit - mental und auch im Bezug auf meine Fähigkeiten? Ich muss mich ganz doll zwingen, nicht meinem üblichen Impuls nachzugehen: nämlich das Thema einfach ignorieren. Insgeheim weiß ich wohl, dass ich nicht bei den ersten Stolpersteinen aufgeben werde. Und indem ich euch davon erzähle, erst recht nicht ;) 

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Ich hoffe, der Post liest sich nicht so, als hätte ich zu viele Grippe-Medikamente intus. In Wahrheit habe ich nämlich gar nichts genommen. Wenn dem also so ist, sag ich einfach mal: ich hab bestimmt noch gaaanz hohes Fieber!

GEDANKEN: die kleinen Energieräuber

Manche von euch haben vielleicht den Post zu meine letzten gelesenen Ratgeber gelesen. Gerade habe ich einen neuen angefangen, den ich euch nach dem Lesen und der Meinungsbildung eventuell auch vorstellen werde.

Gleich das erste Kapitel fand ich ziemlich inspirierend: es ging um eher kleine Unannehmlichkeiten, die einen im Alltag immer wieder nerven und die man trotzdem viel zu lange hinnimmt. Laut der Autorin weisen diese Dinge darauf hin, dass man auch größere Ärgernisse eher toleriert, was eine zu geringe Selbst-Wertschätzung mit sich bringt. Ihrer Ansicht nach kann sich im Leben kein Erfolg einstellen, solange diese Unannehmlichkeiten nicht beseitigt werden. Deshalb ist ihr Rat, sich eine Liste mit 60 bis 100 Punkten zu machen, die nach und nach abgearbeitet werden können.
Zu dieser Erfolgs-Sache habe ich mir bisher noch keine Meinung gebildet, aber ich denke auch, dass diese nervenden Kleinigkeiten irgendwann zu richtigen Energieräubern mutieren können, weshalb ich den Rat mit der Liste gerne angenommen habe. 


Mal ein paar Beispiele: 
Vor ewigen Zeiten schon hat sich meine Rundbürste aus dem Griff gelöst. Jeden verdammten Morgen beim Fönen habe ich irgendwann das Bürstenteil in meinen Haaren stecken und ich ärgere mich. Es wäre natürlich ein Leichtes, mir bei meinen Eltern mal die Heißklebepistole zu holen..  aber ihr kennt das sicher! Ein anderes Beispiel wäre unser Handtuchhalter, dessen Dübel nicht mehr in der Wand halten wollen. Dadurch hängt er etwas nach unten und mehrere Male am Tag hebe ich das Handtuch hoch und hänge es wieder auf - nur um beim nächsten Mal Bad-betreten schon wieder zu fluchen..  An meiner Lieblingsjacke sind da gleich mehrere Dinge: ein Knopf ist lose. Einer ist ganz ab. Und wie ihr auf dem Bild sehen könnt, ist der eine Verschluss auch nicht mehr das, was er mal war.

Noch kurz was zur Liste: laut Autorin sollte man ruhig auch Dinge mit aufschreiben, von denen man denkt, dass man gar keinen Einfluss auf sie hat, da man dafür früher oder später einen Weg finden würde. Auf 60 Dinge, geschweige denn 100, bin ich nicht gekommen, eher so auf 25. Hier mal ein kleiner vorzeigbarer Auszug, der nicht zu persönlich ist, zusätzlich zu den oben beschriebenen:

1. Garderobenständer (ist volle Kanne instabel und fällt ständig um)
2. Wäschetruhe (aus Korbgeflecht - davon ist dank kratzender Katzen leider nicht mehr viel übrig)
3. Katzenstreu (üüüüberall!!)
4. Papiermüll im Keller (in meiner Stadt wurden nach und nach alle möglichen Papiercontainer abgebaut.. daher stapeln sich nun sage und schreibe vier volle Kartons da unten)
5. löchrige Bettlaken (Katzen...)
6. Chaos in meinem Dokumente-Ordner
7. meine Schilddrüse und damit verbundene sieben Extra-Kilos
8. brüchige Nägel
9. unverkaufter Trödel (ich brauche dringend eine Kleiderkreisel-Alternative..)
10. vollgestopfter Bad-Schrank 

Was sind eure Energieräuber? Habt ihr Interesse daran, ab und an mal ein Update hier zu lesen?