An einem schönen Nachmittag im April saßen mein Freund und ich im Extrablatt in Neuss. Wie immer beobachtete ich durch meine Sonnenbrille die Menschen um uns herum, einfach so, aus Interesse. Da saßen ein paar pubertierende Mädels, viel zu aufgehübscht für meinen Geschmack, die versuchten, mit den Jungs am Nebentisch zu flirten. Zwei junge Frauen mit ihren Töchtern, die sich über Coupons und Vergünstigungen bei bekannten Drogerien austauschten. Ein Pärchen schaute sich verliebt über den Tisch hinweg an.
Ich hatte einen schlechten Start in den Tag gehabt, und mich im Laufe dessen über viel zu viele Kleinigkeiten aufgeregt. Kennt ihr das? Ihr hasst es, einer dieser Nörgler zu sein, aber in dem Moment des Nörgelns ist euch das ganz egal. Was raus muss, muss raus. Und hinterher fühlt ihr euch schlechter.
Ich beobachtete also eher mies gelaunt und bereit für ein paar kleine Lästereien die Nebentische, als mir plötzlich ein Mann auffiel, den ich bisher übersehen hatte. Es war ein circa 70jähriger Inder, der mit seiner Frau und den Enkelkindern am Tisch saß und gerade dabei war, etwas zu bestellen. Mein Blick blieb für eine lange Zeit an ihm hängen. Warum? Er war nicht besonders gutaussehend, aber darum ging es nicht. Er strahlte solch eine Warmherzigkeit aus, die ich in dieser Dimension lange nicht mehr gesehen habe. Seine Augen ruhten auf seinen Enkelkindern, und man sah ihm an, wie gerührt er war, Zeit mit ihnen verbringen zu dürfen. Oft schaute er seine Frau an, und dann sah man viele Lachfältchen um seine Augen, die ihn sehr sympathisch machten. Man spürte allein beim Anblick der Beiden, dass zwischen ihnen eine tiefe, bedingungslose Liebe bestand, und automatisch freute ich mich für sie und meine Laune besserte sich.
Mein Freund merkte, dass ich den alten Mann beobachtete. „Was schaust du so?“, fragte er. „Der Mann dort hinten.“, antwortete ich, ohne meinen Blick von ihm abzuwenden. „Er sieht so wunderbar friedlich aus. Als wär er wirklich zufrieden mit sich und seinem Leben. So ausgeglichen und optimistisch gestimmt. Das fasziniert mich.“ Seine Ausgeglichenheit tat es mir wirklich an. Ich dachte über meinen Tag nach, wie blöd ich mich teilweise verhalten hatte, wegen Kleinigkeiten, die eigentlich niemanden interessieren sollten. Und beim Anblick dieses Mannes, der so in sich selbst zu ruhen schien und der all das verkörperte, was ich mir für mich selbst und mein weiteres Leben wünschte, spürte ich, wie ich selbst langsam ruhig und friedlich wurde.
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DIE BEDINGUNGEN:
ENTWEDER: Ihr schreibt mir eine Geschichte die mit Menschen und Begegnungen zu tun hat. Von diesen Geschichten werde ich die raussuchen, die mir am besten gefallen. Die Schreiber der ausgesuchten Geschichten haben eine DREIfache Chance, eine der Ketten zu gewinnen. Die restlichen Schreiber haben eine ZWEIfache Chance. Hinterlasst einen Kommentar mit eurer Emailadresse und falls vorhandem eurer Blogadresse und sagt Bescheid, dass ihr eine Geschichte geschrieben habt. Schickt diese dann an
leni.he@gmx.de
ODER: Ihr hinterlasst lediglich einen Kommentar mit eurer Emailadresse und falls vorhanden eurer Blogadresse, habt dann aber eine geringere Chance zu gewinnen.
Der Gewinner darf sich EINE der Ketten aussuchen. Die andere werde ich bei Kleiderkreisel online stellen. Der Verschluss wird erst befestigt, sobald ich weiß, welche Länger die Gewinnerin bevorzugt!
WICHTIG: Ich möchte, dass ihr Leser meines Blogs seid. Ich weiß, das macht immer unsympathisch, allerdings müsst ihr verstehen, wieviel Arbeit und Geld ich in die Ketten investiert habe. Ich hoffe, dass ihr das nachvollziehen könnt! Außerdem werde ich nur nach Deutschland verschicken. Sollte jemand aus Österreich oder der Schweiz trotzdem mitmachen wollen, müsste derjenige die Kosten für den Versand tragen.
Das Gewinnspiel geht bis zum 06. Juni.
VIEL SPASS UND MACHT FLEISSIG MIT :)