AMSTERDAMN BITCH!

Amsterdam war toll. Tolle Stadt, tolle Menschen und ich fand es so schön, wieder niederländisch reden zu können! Unser Fremdenführer Jordi hat uns alle großen und kleinen Ecken und Sträßchen der Stadt gezeigt und uns nachts seine Wohung überlassen. Ich will aber gar nicht viel erzählen, die Bilder sprechen für sich!

TAG EINS


AMSTERDAM




Am Dienstag gehts für drei Tage nach Amsterdam!

Was müssen wir sehen?
Wo müssen wir einkaufen?
Wo müssen wir was Leckeres essen?
Gibt es tolle Secondhand-Läden?

All eure Tipps bitte hierher! Danke!

FARBLOS.


Mit zwölf fing ich an, mich ab und an zu schminken. Mit vierzehn bis sechszehn sah mein Gesicht aus wie aus dem Rotlichtmilieu entflohen. Anschließend kam die schwarze Kajal-Emophase und ich glaube, seit ich siebzehn bin habe ich es einigermaßen drauf, mich meinem Typ gerecht anzumalen. Jahrelang hätte ich mich niemals ungeschminkt auf die Straße getraut. Und ihr?

Inzwischen akzeptiere ich, dass ich ungeschminkt und mit meinen kurzen Haaren wie ein dreizehnjähriger Junge aussehe (selbst mein Freund nennt mich „mein kleiner Junge“), und mit Brille dazu noch wie ein kleiner kurzsichtiger Streber. Dass ich keine richtigen Augenbrauen habe, ohne dass ich sie färbe, nachmale und nachpuder. Und dass ich momentan leider nicht mehr wie in meiner Pubertät absolut pickelfrei bin und noch dazu weiß wie eine Wand, wenn nicht gerade Sommer ist. Und dann noch, dass die Farbe meiner Wimpern diese nahezu unsichtbar machen (Zitat Kim: "HAHAHA, Leni ohne Wimpern :D"). 

Aber was wären wir schon ohne unsere Makel?
Von euch aus links geschminkt, rechts ungeschminkt.



EINE KLEINER SCHWANK AUS MEINEM LEBEN.


Ich war fünf oder sechs und sehr rabiat, wenn es darum ging, meine Milchzähne loszuwerden. Mein Zahnarzt Dr. Wunderle, der mich kennt, seit ich im Bauch meiner Mutter war, war immer sehr stolz auf mich, wenn ich ihm seine Arbeit abnahm, sagte mir, wie mutig ich sei, und dann durfte ich mir etwas aus der Spielkiste aussuchen. Dafür war er auch der Einzige, der meine Schmusedecken sehen durfte. Aber eines Tages kam ich an meine Grenzen – der Zahn wollte nicht raus und als wir in die Praxis kamen, war mein Dr. Wunderle weg. Er hatte die Praxis gewechselt und hinterließ uns eine steinalte, seltsam riechende Frau Doktor.

Ich nahm auf dem Stuhl Platz und nachdem mich die Frau Doktor gefragt hatte, wie ich denn heiße und wie alt ich sei, fing sie mit ihrer Prozedur an. „Hast du schon einmal die Feen und Zwerge im Wald gesehen?“ Ich sah zuerst verwirrt meine Mutter an und dann zweifelnd die alte Frau. „Es gibt keine Feen und Zwerge. Das sollten Sie in Ihrem Alter aber schon wissen!“ – Genau auf diese Weise klärte ich mit drei Jahren auch meine 70jährige Nachbarin auf, nachdem sie mich fragte, was das Christkind mir gebracht hat. „Es gibt kein Christkind. Ans Christkind glauben nur dumme Menschen.“

„Aber stell dir doch vor, es gäbe Feen und Zwerge. Sie flattern und klettern im Wald herum und nachts fliegen die Feen zu deinem Fenster und schauen dir beim schlafen zu!“ – „Nachts sind aber meine Jalousien runter. Selbst wenn es sie gäbe, könnten sie nicht reingucken!“

Die Frau seufzte. Sie ging einen Moment nach draußen, kam wieder herein und versuchte noch einmal mir etwas von Wesen zu erzählen, die es nicht gibt. „Also, so geht das nicht. Sie kann sich ja überhaupt nicht darauf einlassen, da müssen Sie noch einmal mit ihr wiederkommen!“, wandte sie sich an meine Mutter. Sie verabschiedete sich von uns und ich kleines verwirrtes Kind fragte nur: „Mama? Wann kriege ich denn jetzt meinen Zahn gezogen?“

Nach einer ordentlichen Beschwerde bei der Zahnarzthelferin gab uns diese heimlich – denn eigentlich durfte sie es nicht - die neue Adresse meines geliebten Dr. Wunderle.

Heute, 16 Jahre später, laufen unsere Zahnarztbesuchsgespräche folgendermaßen ab: „Frau H., sie haben ja schon wieder die Haare anders! Und ein neues Piercing ist auch da!“ – „Jaaa, aber duzen Sie mich doch endlich wieder! Sie kennen mich schon seit vor meiner Geburt!“ – „Nein, nein, irgendwann kommt der Tag, an dem gesiezt werden muss!“ Leider ging es heute nicht mehr um meine Milchzähne, sondern um die bösen Weisheitszähne, die keinen Platz haben. Bis heute war ich so naiv zu glauben, dass ich von so etwas nicht betroffen sei. Pustekuchen. Aber mit einer ordentlichen Betäubung und ein bisschen Feenstaub wird das schon hinhauen. Da bin ich ganz zuversichtlich.



"BAUCH, BEINE UND PO HASTE DOCH SCHON. MACH DOCH MAL TITTEN!"

In meinem Leben tut sich wieder etwas. Seitdem mein Freund und ich uns für eine Stadt entschieden haben, in die wir ziehen, kann ich endlich wieder ein wenig planen! Der erste Schritt war es, mich wieder in meinem alten Fitnessstudio anzumelden. Es handelt sich um ein reines Frauenfitnessstudio, was ich sehr genial finde. Die übers letzte Jahr angefutterten Kilos kommen wieder runter. Also mindestens sieben. Ich habe mir früher einfach besser gefallen.
Seit Freitag sind Sabrina und ich nun also wieder angemeldet und waren seitdem schon recht fleißig!



Wenn es nach mir ginge wäre ich jeden Tag von früh bis spät dort. Aber mein Schweinehund hat leider auch noch mitzureden. Wie sieht es bei euch mit Fitness aus? Wie oft treibt ihr Sport?