ASP #2 - Realisierung

Der Monat ist schon wieder um fast zwei Wochen älter und wurde von mir bisher dazu genutzt, mich dem zweiten Teil meines Anti-Stress-Projektes zu widmen: dem Zeitmanagement. Wie ich in euren Kommentaren zum letzten ASP-Post lesen konnte, geht es vielen von euch ähnlich wie mir: unorganisiert bis zum geht nicht mehr, Prokrastination olé, alles auf den letzten Drücker erledigen..

In meinem Eingangspost zum Projekt wurden einige kritische Stimmen laut, ob ich denn etwa anstrebe, zum "perfekten Menschen" zu mutieren. Nein. Tu ich nicht. Es geht mir nicht darum, die Perfektion zu erreichen - eher im Gegenteil sogar, aber dazu in einem späteren Kapitel mehr. Mir geht es auch speziell in diesem Kapitel gar nicht groß darum, ein totgeplantes und durchorganisiertes Leben zu führen - so eine kleine Verplantheit macht einen Menschen doch ganz sympathisch! Es geht viel mehr darum, meine ganzen Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen und das sind inzwischen einfach ziemlich viele. Ich fühle mich schnell erschlagen, wenn diese immer wiederkehrenden "Das muss ich ja auch noch tun"-Gedanken in meinem Kopf hin und herfliegen. Deshalb geht es in diesem Monat viel eher um viele kleine Bestandsaufnahmen und einerseits die wichtigen Dinge organisiert zu bekommen, die einfach notwendig sind - und nebenbei halt noch die kleineren, nicht ganz so wichtigen Sachen.
Jedenfalls erlege ich mir in meinem Projekt nicht irgendwelche Pflichten auf, die mir im Endeffekt nur Energie rauben. Denn es geht ja genau um das Gegenteil. Alle Dinge, die ich mir während des Projektes so vornehme, sind eher als kleine Hilfen und Anregungen zu verstehen - ob ich dann alles termingenau durchziehe, ist gar nicht soo wichtig.

Los gehts. 
Was tu ich inzwischen so, um organisierter durchs Leben zu gehen?

Normalerweise bin ich jemand, der gern auf der Couch liegt, seine Zeit verdaddelt und noch währenddessen darüber jammert, dass er nichts schafft. Ich habe eine angeborene Aversion gegen Verpflichtungen und genieße lieber vermeintlich freie Zeit. Zuerst war also wichtig für mich, Prioritäten zu setzen. Diesbezüglich liegen die obersten momentan auf dem Thema Zukunft/Geld verdienen/Grundgerüst. Dazu gehören die Ausbildung, Shop, dieser Blog und weitere kleine Einnahmequellen. Erst anschließend kommen derzeit - leider! Aber das Ende dieses Zustands ist absehbar! - die liebsten Menschen in meinem Leben, sprich Mann (Freund), Kinder (Katzen), Familie, Freunde. Glücklicherweise treffe ich auf viel Verständnis und wie gesagt, Prioritäten ändern sich ja auch wieder mit der Zeit! Alles andere kommt irgendwo dahinter. Zu dem Thema Prioritäten komme ich später nochmal.

Seit ich denken kann habe ich ein Faible für Notizbücher. Aber manche waren so schön, dass ich nie reinschreiben wollte und so reihen sich mit Sicherheit um die 20 leere Notizbücher auf meinem Regal. Inzwischen nutze ich sie aber - ich habe mir angewöhnt, immer eins bei mir zu tragen. Die vierzig Minuten morgens im Bus sind dann die effektivsten: das Notizbuch liegt auf meinem Schoß und ich schreibe alles rein, was mir einfällt. Und mit alles meine ich ALLES. Einmal stand sogar drin: "Hahnentritt ist ein schönes Muster". Aber im besten Falle haben meine Aufzeichnungen natürlich damit zu tun, was ich noch erledigen muss - wann auch immer! Denn wie gesagt, erstmal kommt wirklich alles zu Papier, was mir so einfällt. 
Dafür eignen sich am besten solche Notizbücher wie die Moleskine Volant XS. Die sind klein und man kann die Seiten heraustrennen. Das find ich nämlich super, Seiten später herausreißen zu können, wenn alles, was drauf steht erledigt ist! Das fühlt sich so befreiend an.. 

Schritt zwei der Notizbuchgeschichte ist es, anschließend die To-Do's auf die Woche aufzuteilen und da kommt mein Kalender ins Spiel, den ich zum Anfang seiner Existenz noch fein säuberlich geführt habe - ohne wirklich wichtigen Inhalt. Inzwischen habe ich die Sauberkeit aufgegeben, denn einen Hauch Chaotik wollte ich mir doch noch zugestehen! In die kleinen To-Do-Felder übertrage ich nun alle aufgeschriebenen Notizen. Anschließend füge ich noch kleine Zahlen hinzu, um die Reihenfolge grob zu bestimmen - Prioritäten, you know? Erledigtes wird meist einfach kreuz und quer durchgestrichen, nicht geschafftes grob eingekreist und auf einen anderen Tag verschoben.

Zusätzlich zu dem ganzen habe ich noch separate Notizbücher den Shop und den Blog betreffend. Die werden allerdings etwas ordentlicher geführt ;)


Na, habt ihr noch Ideen für mich?

Kommentare:

  1. Bekommen deine Katzen morgen was zum Geburststag ? :)

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  2. Ein weiterer Tipp:
    Immer eine Liste machen, was man am Tag erreichen will und am Ende vom Tag ein Fazit ziehen, was gut und was schlechter umgesetzt werden konnte.

    Liebe Grüße,
    yuliya

    P.S. Ein sehr schöner Blog!

    yuliyalla.blogspot.com

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  3. Ich habe extra einen To-Do-Listen Block. Den habe ich wohl mal in der Mayerschen gekauft (Buchhandlung ähnlich Thalia). Dort kann man auch Prioritäten setzen, es gibt eine extra Tabelle für Privates und Anrufe. Sehr praktisch: auch abreißbar.

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  4. Oh echt ein richtig süßer und hilfreicher Post - gefällt mir echt gut:)

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  5. Damit ich wichtige Dinge nicht vergesse (so z.B. Telefonate) schreib ich mir noch Post Its und klebe sie dann dort an, wo ich auf jeden Fall noch hinsehen werde. Das kann zum Beispiel der Spiegel im Badezimmer sein oder mein Wecker ^.^

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  6. hey! woher hast du denn den kalender?

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  7. das ist ein echt tolles projekt (mit suchtfaktor). ich hab mir das ähnlich vorgenommen für dieses jahr..aber im moment schleift es ein wenig. aber ich hab auch ganz viele notizbücher und sticky notes immer bei mir, damit ich nichts mehr vergesse. ich nutze noch mindmaps..jeden monat eine mit verschiedenen kategorien, wie blog, beruf, wohnung und so weiter. so behalte ich die übersicht und hänge sie an meine pinnwand am schreibtisch, damit ich auch immer erinnert werde.

    freu michs chon sehr auf die nächsten posts zum thema :)

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